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Flieg günstig von Hannover nach Porto

Flieg günstig von Hannover nach Porto

Flieg doch mal wieder von Hannover nach Porto

Es gibt Städte, die man besucht – und Städte, in die man sich verliebt. Porto gehört zur zweiten Kategorie. Nicht auf die laute, überwältigende Art, sondern auf diese ruhige, schleichende Weise, bei der man irgendwann mitten in einer Gasse steht, eine Tasse Kaffee in der Hand, den Blick auf den Douro gerichtet, und denkt: Hier könnte ich eine Weile bleiben. Einfach so. Porto ist eine Stadt mit Charakter, mit Rissen und Ecken und einer Schönheit, die nicht poliert ist – und genau das macht sie so unwiderstehlich. Und von Hannover aus ist sie erschreckend schnell erreichbar.

Der Weg dorthin – weiter im Westen, als man denkt

Porto liegt im Nordwesten Portugals, wo der Douro in den Atlantik mündet. Das ist geografisch gesehen der westlichste Zipfel Kontinentaleuropas – und trotzdem ist die Reise von Hannover aus so unkompliziert, dass es kaum Ausreden gibt, es nicht zu tun.

Die Luftlinie von Hannover nach Porto beträgt rund 2.050 Kilometer. Die reine Flugzeit liegt bei etwa zwei Stunden und 50 bis 60 Minuten. Man startet in Hannover-Langenhagen, fliegt über Frankreich und die Iberische Halbinsel, und landet irgendwo, wo das Licht weicher ist, die Straßen aus Kopfsteinpflaster bestehen und der Kaffee eine ernsthafte Angelegenheit ist.

Die Zeitverschiebung nach Porto beträgt eine Stunde – Portugal liegt in der gleichen Zeitzone wie Großbritannien, also eine Stunde hinter Deutschland. Das ist eine angenehme Eigenschaft: Man gewinnt beim Hinflug eine Stunde und verliert beim Rückflug eine. Kein Jetlag, kein Chaos für den inneren Takt. Man kommt an – und ist einfach da.

Porto – eine Stadt mit Gesicht

Porto ist keine dieser Städte, die versuchen, jedem zu gefallen. Sie ist, wie sie ist – und das mit einer gewissen Würde. Die Altstadt, die Ribeira, ist UNESCO-Weltkulturerbe, und wer durch ihre Gassen läuft, versteht sofort warum. Die Häuser lehnen sich aneinander wie müde Freunde, die Fassaden sind mit Azulejos verkleidet – den charakteristischen blau-weißen Kacheln, die Porto zu einem lebenden Kunstwerk machen – und überall dazwischen hängt Wäsche auf Leinen zwischen den Fenstern. Das ist kein Klischee. Das ist Porto.

Der Douro fließt ruhig darunter, und die Brücken, die seine beiden Ufer verbinden, sind ein guter Ort, um zu verstehen, wie diese Stadt gebaut wurde: nicht für Besucher, sondern für Menschen, die hier arbeiten, leben und trinken. Die Ponte Dom Luís I., von Gustave Eiffels Schüler entworfen, ist auf zwei Ebenen begehbar – auf der oberen läuft die Metro, auf der unteren laufen Menschen, und von beiden aus ist der Blick auf die Stadt einer der schönsten, die man in Europa finden kann.

Auf der anderen Seite des Flusses – Vila Nova de Gaia

Wer über die Brücke geht und den Douro überquert, landet in Vila Nova de Gaia – und damit im Herzen des portugiesischen Portweins. Die Lagerhallen der alten Port Wine Lodges reihen sich am Flussufer entlang, und man kann sie besuchen, verkosten und verstehen, warum dieser Wein untrennbar mit Porto verbunden ist.

Portwein ist viel mehr als das süße Dessertgetränk, das viele im Kopf haben. Es gibt trockene Versionen, gereifte Tawny Ports, die nach Nuss und Karamell schmecken, und Vintage Ports, die Jahrzehnte in Fässern verbracht haben und eine Tiefe haben, die man nicht erwartet. Eine Verkostung – direkt an der Quelle, mit Blick auf den Fluss und die Stadtsilhouette Portos auf der anderen Seite – ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Buchläden, Kirchen, und eine Markthalle

Porto hat eine Eigenschaft, die man selten in so konzentrierter Form findet: Fast jedes Gebäude hat eine Geschichte, und fast jede Geschichte ist interessant.

Die Livraria Lello, eine Buchhandlung aus dem frühen 20. Jahrhundert mit einer geschwungenen Holztreppe, die aussieht wie aus einem Märchenfilm, gilt als eine der schönsten Buchhandlungen der Welt. Das ist kein leerer Superlativ. Wer drinnen steht und nach oben schaut, versteht es sofort – unabhängig davon, wie viel man normalerweise für Bücher übrig hat.

Die Igreja de São Francisco, eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert, ist von außen unscheinbar. Innen explodiert sie in vergoldetem Schnitzwerk, das sich über Wände und Decken erstreckt und einen kurz vergessen lässt, wo man gerade ist. Es soll – je nach Quelle – zwischen 100 und 400 Kilogramm Gold verarbeitet worden sein. Man glaubt es, wenn man drinnen steht.

Die Mercado do Bolhão, Portos historische Markthalle, wurde lange Jahre renoviert und ist heute wieder das, was sie immer war: ein Ort, an dem die Stadt sich selbst begegnet. Frischer Fisch, lokaler Käse, Oliven, Blumen, Stimmengewirr – wer morgens durch den Bolhão läuft, versteht Porto besser als nach einem ganzen Tag im Museum.

Essen wie ein Portuense

Die Küche Portos ist nicht subtil. Sie ist ehrlich, üppig und sehr gut. Das Francesinha ist das berühmteste Beispiel: ein geschichtetes Sandwich aus Brot, Schinken, Wurst und Steak, bedeckt mit geschmolzenem Käse und einem würzig-scharfen Tomatensud, manchmal mit einem Spiegelei obendrauf. Es ist kein Gericht für Zartbesaitete – aber wer es probiert, versteht, warum die Portuenser es mit einer Art stiller Verehrung betrachten.

Dazu gibt es frischen Fisch – Bacalhau, der Salzfisch, der angeblich in 365 verschiedenen Rezepten zubereitet werden kann, einer für jeden Tag des Jahres. Und natürlich: Pastéis de nata, jene kleinen Blätterteig-Törtchen mit Vanillecreme, die in ganz Portugal serviert werden, aber irgendwie immer am besten schmecken, wenn man sie frisch und noch warm in den Händen hält.

Also – was fehlt noch?

Porto ist eine Stadt, die man nicht abhakt. Man kommt, man sieht, man isst, man trinkt – und dann denkt man schon beim Rückflug darüber nach, wann man wiederkommt. Rund drei Stunden ab Hannover, eine Stunde weniger auf der Uhr, und eine Stadt, die kein Aufhebens darum macht, wie schön sie ist.

Flieg hin. Am besten im Herbst, wenn der Douro nach Regen riecht und die Azulejos im schwachen Sonnenlicht glänzen. 🍷🌊🏛️

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