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Buche jetzt eine Cityreise ab Hannover nach Paris

Darum lohnt sich eine Cityreise nach Paris

Paris ist eine dieser Städte, bei denen man meinen könnte, man kennt sie bereits, bevor man je dort war. Der Eiffelturm, die Champs-Élysées, Croissants am Morgen, Liebespärchen auf Brücken – das Bild ist so präsent in der Popkultur, dass es sich fast wie eine Erinnerung anfühlt. Und genau darin liegt die große Überraschung: Paris ist trotzdem anders als erwartet. Größer, widersprüchlicher, roher an manchen Stellen und dann wieder so schön, dass es einem fast unwirklich vorkommt. Eine Cityreise dorthin lohnt sich – auch wenn man glaubt, die Stadt schon zu kennen.

Eine Stadt, die mehr ist als ihre Ikonen

Der Eiffelturm ist natürlich ein Muss. Das sagt sich leicht dahin, aber es stimmt: Man kann ihn kennen, man kann hundert Fotos davon gesehen haben – und steht man dann abends davor, wenn er zur vollen Stunde für einige Minuten funkelt, ist das trotzdem ein Moment, den man nicht vergisst. Ähnliches gilt für den Louvre, für Notre-Dame, für den Montmartre mit der Sacré-Cœur. Die Klassiker sind klassisch aus gutem Grund.

Aber Paris lohnt sich gerade auch abseits dieser Postkartenmotive. Der Marais, das historische Viertel mit seinen gepflasterten Gassen, kleinen Galerien und dem Place des Vosges, dem vielleicht schönsten Platz der Stadt. Canal Saint-Martin im 10. Arrondissement, wo sich Cafés und kleine Boutiquen entlangziehen und die Pariserinnen und Pariser an warmen Tagen am Kanalufer sitzen. Belleville im Osten, das bunt, lebendig und weit weg vom touristischen Trubel ist. Wer Paris nur in seiner glänzenden Mitte erlebt, sieht nicht die ganze Stadt.

Museen, die ihresgleichen suchen

Paris hat eine Museumslandschaft, die schlicht außergewöhnlich ist. Der Louvre ist das bekannteste Museum der Welt, und trotzdem unterschätzen viele, was einen dort erwartet. Die Mona Lisa ist kleiner als gedacht und von Besuchermassen umlagert – aber der Louvre ist so viel mehr als ein einziges Gemälde. Man könnte täglich hingehen und würde nach einem Monat immer noch nicht alles gesehen haben.

Das Musée d’Orsay, untergebracht in einem ehemaligen Bahnhof direkt an der Seine, beherbergt die bedeutendste Impressionismussammlung der Welt. Monet, Renoir, Degas, Van Gogh – wer mit diesen Namen auch nur entfernt etwas anfangen kann, wird im Orsay glücklich. Das Centre Pompidou wiederum zeigt moderne und zeitgenössische Kunst in einem Gebäude, das selbst eine architektonische Provokation ist. Und auch hier gilt, ähnlich wie in London: Viele Museen in Paris haben freie Eintrittsmöglichkeiten, zumindest an bestimmten Tagen oder für bestimmte Altersgruppen.

Essen in Paris – Anspruch und Alltag

Die französische Küche trägt den Ruf, kompliziert, teuer und für Außenstehende einschüchternd zu sein. Und ja, ein Menü in einem Drei-Sterne-Restaurant ist nichts für schmale Geldbörsen. Aber Paris ernährt seine Bewohner auch sehr viel bodenständiger – und das ist mindestens genauso interessant.

Ein frisches Baguette aus der nächsten Boulangerie, ein Stück Käse vom Markt, ein Glas Wein in einem Bistro ohne weißes Tischtuch – so essen viele Pariserinnen und Pariser tatsächlich, und so isst man in Paris oft am besten. Die Märkte, wie der Marché d’Aligre im 12. Arrondissement oder der Marché des Enfants Rouges im Marais, sind Orte, die zeigen, wie viel Sorgfalt in dieser Stadt auf Essen verwendet wird. Nicht als Performance, sondern als Alltag.

Wer ein Restaurant sucht, sollte dabei ruhig von den Hauptstraßen abbiegen. Die besten kleinen Bistros verstecken sich oft in Seitenstraßen, haben handgeschriebene Tageskarten und deutlich weniger Touristenanteil als die Adressen direkt gegenüber vom nächsten Monument.

Paris zu Fuß – die beste Art, die Stadt zu verstehen

Paris ist eine Stadt, die sich zu Fuß erschließt. Die Arrondissements spiralförmig um das Zentrum angeordnet, die Seine als ruhender Mittelpunkt, die Haussmann’schen Boulevards als Orientierungshilfe – wer ein grobes Gefühl für die Stadtstruktur entwickelt hat, kommt überraschend gut ohne Karte zurecht. Und zu Fuß entdeckt man Dinge, die man sonst verpasst: eine Passage couverte, eine dieser überdachten Ladenzeilen aus dem 19. Jahrhundert, oder einen kleinen Platz, auf dem ein paar ältere Männer Boule spielen.

Die Métro ist zuverlässig und dicht getaktet – für längere Strecken unverzichtbar. Aber wer die Wahl hat, sollte lieber eine Station mehr gehen und dabei schauen, was sich zwischen den Sehenswürdigkeiten abspielt. Das eigentliche Paris zeigt sich nicht in den Highlights, sondern in den Zwischenräumen.

Fazit

Paris ist nicht perfekt. Es ist teuer, manchmal überfüllt, und nicht immer so romantisch wie im Film. Aber es ist auch eine Stadt von außergewöhnlicher Schönheit, mit einer kulturellen Dichte, die ihresgleichen sucht, und einer Lebensart, die man nirgendwo sonst in dieser Form findet. Eine Cityreise nach Paris lohnt sich – für den ersten Besuch genauso wie für den fünften. Denn Paris hat die Eigenschaft, immer noch etwas zurückzuhalten. Und das macht man sich am besten zunutze.

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