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Buche jetzt eine Cityreise ab Hannover nach Amsterdam

Darum lohnt sich eine Cityreise nach Amsterdam

Amsterdam ist eine Stadt, die man zu kennen glaubt, bevor man dort war. Grachten, Fahrräder, Tulpen, Hausboote – das Bild ist verbreitet und nicht falsch. Aber es ist eben auch unvollständig. Wer Amsterdam zum ersten Mal besucht, stellt fest, dass die Realität komplizierter und interessanter ist als die Postkarte. Und wer zum zweiten oder dritten Mal kommt, weiß, dass diese Stadt eine Schichtentiefe hat, die sich nicht an einem Wochenende vollständig erschließt. Eine Cityreise nach Amsterdam lohnt sich – und zwar aus mehr Gründen, als man zunächst denkt.

Eine Stadt, die anders gebaut ist als andere

Amsterdam ist nicht gewachsen wie die meisten europäischen Städte. Es wurde geplant – zumindest der historische Kern. Im 17. Jahrhundert, dem Goldenen Zeitalter der Niederlande, entstanden die konzentrischen Grachtengürtel, die bis heute das Stadtbild prägen. Rund hundert Kilometer Kanäle, rund neunhundert Brücken, Tausende von schmalen, hohen Giebelhäusern, die sich gegenseitig stützen und leicht schief stehen, weil die Fundamente im weichen Boden nachgeben. Das ergibt eine Architektur, die so nirgendwo sonst zu finden ist.

Wer durch die Jordaan läuft, das einstige Arbeiterviertel westlich des Zentrums, das sich über die Jahrzehnte zu einem der beliebtesten Wohnviertel der Stadt entwickelt hat, versteht, wie Amsterdam auf Fußgängerebene funktioniert. Enge Gassen, kleine Brücken, Cafés, die so klein sind, dass man draußen sitzen muss, wenn man nicht allein ist. Und überall Wasser. Das Wasser ist nicht Kulisse – es ist Struktur. Es gibt der Stadt ihren Rhythmus.

Museen in einer Dichte, die man kaum erwartet

Amsterdam hat für seine Größe eine außergewöhnliche Museumsdichte. Das Rijksmuseum, das Nationalmuseum der Niederlande, beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei – Rembrandt, Vermeer, Frans Hals. Wer die Nachtwache zum ersten Mal in natura sieht, ist oft überrascht, wie groß das Bild wirklich ist. Das Van Gogh Museum in unmittelbarer Nähe zeigt die weltweit größte Sammlung von Werken des Malers und ist eines der meistbesuchten Museen Europas – zu Recht.

Das Anne-Frank-Haus am Prinsengracht ist ein anderes Erlebnis. Es ist kein Museum im klassischen Sinne, sondern ein Ort, der sehr still macht. Die Räume, in denen Anne Frank und ihre Familie zwei Jahre lang versteckt lebten, sind weitgehend original erhalten. Die Warteschlangen sind lang, aber der Besuch gehört zu den Dingen, die man in Amsterdam nicht auslässt – nicht wegen des Tourismus, sondern wegen dessen, was er bedeutet.

Wer weniger auf die großen Häuser steht, findet in Amsterdam eine Fülle kleinerer, spezialisierter Museen: das Stedelijk für zeitgenössische Kunst, das EYE Filmmuseum auf der anderen Seite des IJ mit seiner markanten Architektur, das Tropenmuseum mit seiner Sammlung zur außereuropäischen Kulturgeschichte. Man kann in Amsterdam tagelang in Museen verbringen und hat trotzdem das Gefühl, noch nicht alles gesehen zu haben.

Das Stadtleben – und wie es sich anfühlt

Amsterdam ist eine der fahrradfreundlichsten Städte der Welt, und das ist keine Übertreibung. Die Infrastruktur für Radfahrer ist so gut ausgebaut, dass das Fahrrad tatsächlich das schnellste Fortbewegungsmittel in der Innenstadt ist. Wer sich ein Fahrrad leiht – was einfach und erschwinglich ist –, bewegt sich sofort wie ein Einheimischer. Das verändert das Stadtgefühl deutlich.

Die Viertel außerhalb des Zentrums haben alle ihre eigene Atmosphäre. De Pijp, südlich des Rijksmuseums, ist jung, belebt, mit dem Albert Cuyp Markt, einem der bekanntesten Straßenmärkte der Stadt. Oud-West ist ruhiger, wohnlicher, mit guten Restaurants und weniger Tourismus. Das Hafenviertel rund um den NDSM-Platz, eine ehemalige Schiffswerft im Norden, hat sich zu einem Ort für Kreativwirtschaft und Veranstaltungen entwickelt, der sich von der historischen Innenstadt radikal unterscheidet.

Amsterdam hat außerdem eine Cafékultur, die im wörtlichen Sinne zu nehmen ist: Die bruin cafés, die traditionellen braunen Kneipen mit ihren dunklen Holzwänden und dem Geruch nach altem Bier und Tabak, sind ein Stück städtischer Identität. Man setzt sich, bestellt ein Bier, schaut aus dem Fenster auf den Kanal – und versteht, warum manche Menschen diese Stadt so lieben, dass sie irgendwann einfach bleiben.

Praktisches, das für die Cityreise spricht

Amsterdam ist von vielen Städten im deutschsprachigen Raum sehr gut erreichbar – per Flugzeug in knapp zwei Stunden, per Zug aus Köln oder Düsseldorf in rund zweieinhalb bis drei Stunden ohne Umsteigen. Das macht die Stadt ideal für ein langes Wochenende, aber auch für eine Woche, die einem nicht lang genug vorkommt.

Das Preisniveau ist ehrlich gesagt nicht niedrig. Amsterdam gehört zu den teureren Reisezielen in Europa, was Unterkunft und Essen angeht. Wer das weiß und entsprechend plant – oder bereit ist, etwas mehr auszugeben –, wird dafür mit einer Stadt belohnt, die das Geld nicht versteckt verlangt, sondern offen zeigt, wofür es verwendet wird.

Fazit

Amsterdam ist eine Stadt, die mehr hat als ihr Ruf vermuten lässt – und der Ruf ist ja bereits nicht schlecht. Wer hingeht und bereit ist, über die bekanntesten Anlaufpunkte hinaus zu schauen, entdeckt eine Metropole mit echter Tiefe: kunsthistorisch, architektonisch, kulturell und im besten Fall auch menschlich. Eine Cityreise nach Amsterdam lohnt sich – für den ersten Besuch, und mit ziemlicher Sicherheit auch für den zweiten.

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