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Flieg günstig von Hannover nach Heraklion (Kreta)

Flieg günstig von Hannover nach Heraklion (Kreta)

Flieg doch mal wieder von Hannover nach Kreta

Es gibt Inseln, die einem das Gefühl geben, irgendwo grundlegend Richtigem näherzukommen. Kreta ist so eine Insel. Nicht weil sie perfekt wäre – sie ist es nicht, und das ist vielleicht gerade ihr Vorteil. Kreta ist groß, unübersichtlich, manchmal widersprüchlich. Sie hat Touristenhochburgen und einsame Schluchten. Antike Stätten und laute Strandpromenaden. Berge, in denen im April noch Schnee liegt, und Küstenorte, in denen man im Oktober noch schwimmt. Diese Vielschichtigkeit ist kein Problem, das man lösen muss. Sie ist der Charakter der Insel. Und von Hannover aus ist Kreta so gut erreichbar, dass zwischen dem Gedanken und dem ersten Schluck kretischen Weins nicht viel mehr als ein guter Nachmittag liegt.

Der Weg dorthin – drei Stunden in den Süden

Kreta ist die größte griechische Insel und liegt im südlichsten Teil der Ägäis, näher an Nordafrika als an Athen. Der nördlichste Teil der Insel befindet sich noch auf dem Breitengrad von Neapel, aber das südliche Kap – das Kap Lithino – liegt auf demselben Breitengrad wie Teheran. Das erklärt das Klima. Und das Licht. Und warum man in Hannover im März an Kreta denkt.

Die Luftlinie von Hannover nach Kreta beträgt rund 2.300 Kilometer. Die reine Flugzeit liegt bei etwa drei Stunden und 15 bis 30 Minuten. Die meisten Flüge landen auf dem Flughafen Heraklion-Nikos Kazantzakis, der nach dem berühmtesten Sohn der Insel benannt ist – dem Schriftsteller, der Alexis Sorbas geschrieben hat – und der so nah an der Küste liegt, dass man beim Landeanflug das Gefühl hat, direkt ins Meer einzutauchen. Es gibt auch den kleineren Flughafen Chania im Westen der Insel, der je nach Reiseziel die bessere Wahl sein kann.

Die Zeitverschiebung nach Kreta beträgt eine Stunde – Griechenland liegt in der osteuropäischen Zeitzone, eine Stunde vor Deutschland. Man kommt an und ist sofort eine Stunde weiter im Tag. Was man daraus macht, liegt bei einem selbst.

Eine Insel, die größer ist, als man sie sich vorstellt

Kreta ist 260 Kilometer lang und bis zu 60 Kilometer breit. Das klingt auf dem Papier handhabbar. In der Praxis bedeutet es: Wenn man von Heraklion nach Chania fährt, braucht man mit dem Auto fast zwei Stunden – und das ist nur ein Bruchteil der Insel. Wer Kreta nur von einer Ecke aus kennt, kennt eine andere Version der Insel als jemand, der in einer anderen Ecke war. Das ist kein Nachteil. Es ist eine Einladung, wiederzukommen.

Die Insel hat vier Gebirgszüge, darunter das Lefka-Ori-Massiv im Westen, das bis auf fast 2.500 Meter ansteigt und auch im Hochsommer schneebedeckte Gipfel haben kann. Die Berge teilen die Insel in einen zugänglicheren Norden, wo die meisten Städte und touristischen Einrichtungen liegen, und einen wilderen, stilleren Süden, der mit dem Libyischen Meer eine ganz andere Art von Küste zeigt.

Knossos – und was Kreta wirklich bedeutet

Kreta ist nicht irgendeine griechische Insel. Sie ist die Insel, auf der die älteste Hochkultur Europas entstanden ist: die Minoische Zivilisation, die zwischen 2700 und 1400 vor Christus hier blühte, Paläste baute, Handelsrouten ins gesamte Mittelmeer knüpfte und eine Schriftsprache entwickelte, die wir bis heute nicht vollständig entschlüsselt haben.

Der Palast von Knossos, wenige Kilometer südlich von Heraklion, ist das bedeutendste minoische Ausgrabungsgelände der Welt. Was man dort sieht, ist zum Teil rekonstruiert – der britische Archäologe Arthur Evans hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts großzügig ergänzt, was die Zeit zerstört hatte – aber selbst wer damit historische Vorbehalte hat, steht am Ende vor einem Ort, der einem etwas erzählt, das man nicht vergisst. Hier war eine Welt, die komplexer und raffinierter war als alles, was man sich für diese Zeit erwartet hätte. Fußbodenheizung. Wasserversorgung. Wandmalereien, die heute noch Farbe haben.

Die Samaria-Schlucht – ein Tag, der bleibt

Im Westen Kretas liegt eine der längsten und eindrücklichsten Schluchten Europas: die Samaria-Schlucht im Nationalpark Samaria. Der Abstieg von der Hochebene Omalos bis zum Dorf Agia Roumeli an der Südküste beträgt 16 Kilometer – und ist kein Spaziergang, sondern eine echte Wanderung, die vier bis sieben Stunden dauert, je nach Tempo und Kondition.

Die Schlucht ist an ihrer engsten Stelle – den sogenannten Eisenpforten, den Sideroportes – nur vier Meter breit, während die Felswände 300 Meter senkrecht in die Höhe steigen. Der Weg führt durch Quellwasser, über Geröll, an uralten Zypressen vorbei, und gelegentlich sieht man eine Kri-Kri, die kretische Wildziege, die es nur hier gibt, auf einem Felsvorsprung stehen und herunterschauen, als wäre man das Interessantere von beiden.

Am Ende landet man in Agia Roumeli – einem Dorf, das nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist – und man wirft sich erschöpft und glücklich ins Libyische Meer, und das Wasser ist das kühlste und willkommenste Wasser, das man je gespürt hat.

Chania – die schönste Stadt der Insel

Chania im Nordwesten ist nach Heraklion die zweitgrößte Stadt Kretas – und für viele die schönste. Der venezianische Hafen mit seiner halbkreisförmigen Mole, dem alten Leuchtturm am Ende und den Häusern in gedämpften Farben ist einer der malerischsten Stadtansichten Griechenlands. Was ihn besonders macht: Er ist keine Theaterkulisse. Er ist ein lebendiger Hafen, und die Gassen dahinter – das türkisch-venezianische Viertel mit seinem Gewirr aus Läden, Werkstätten, Restaurants und kleinen Moscheen, die heute als Ausstellungsräume dienen – sind das echte Chania.

Man braucht keinen Plan in Chania. Man läuft und lässt sich treiben, und irgendwann sitzt man auf einem Stuhl am Wasser, trinkt Kaffee und denkt, dass man das eigentlich öfter so machen sollte.

Was man essen sollte

Die kretische Küche ist keine vereinfachte Version der griechischen – sie ist eine eigene Sache. Und sie ist eine der gesündesten Küchen Europas, was nicht bedeutet, dass sie fade ist. Sie ist das Gegenteil.

Dakos – ein getrockneter Gerstenzwieback, belegt mit geriebener Tomate, Graviera-Käse und Olivenöl – ist das kretische Frühstück und gleichzeitig eines der besten Dinge, die man essen kann. Kalitsounia, kleine Teigtaschen mit Ricotta oder Wildkräutern. Lamm und Ziege aus den Bergen, slow-gegart in Olivenöl und Kräutern. Staka, eine Art geklärte Butter, die über Kartoffeln gegossen wird und die man auf allen anderen Inseln nicht findet. Und überall: kretisches Olivenöl, das einer der besten der Welt ist, in Mengen, die einem erst nach dem Urlaub auffallen.

Der Raki – hier Tsikoudia genannt – kommt nach dem Essen. Und meistens auch vorher. Und manchmal dazwischen.

Wann nach Kreta?

Mai und Juni sind die Monate, in denen Kreta am schönsten ist. Das Wasser ist noch nicht überhitzt, die Schluchten führen noch Wasser, die Vegetation ist grün, und die Inseln sind noch nicht voll. September und Oktober sind die klügere Alternative zum Hochsommer: Das Meer hat seine maximale Temperatur erreicht, die Hitze lässt nach, und die Insel atmet wieder.

Der Hochsommer – Juli und August – ist heiß, voll und laut. Aber auch dann hat Kreta genug innere Stille, um sie zu finden, wenn man bereit ist, ein bisschen abseits zu fahren.

Dreieinhalb Stunden ab Hannover. Eine Stunde früher. Und am anderen Ende: eine Insel, auf der Europa begonnen hat – und die einem das Gefühl gibt, wieder ganz von vorne anzufangen.

Flieg hin. Am besten im Mai, wenn die Oleanderbüsche blühen und die Schlucht noch nach Wasser klingt. 🏺🌿🌊

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