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Flieg günstig von Hannover nach Kos

Flieg günstig von Hannover nach Kos

Flieg doch mal wieder von Hannover nach Kos

Es gibt Inseln, die einen nicht sofort überwältigen – und das ist ihr eigentlicher Trick. Kos ist so eine Insel. Sie empfängt einen mit einem breiten Strand, einer alten Burgmauer, dem Geruch von Jasmin und einem Tempo, das einem sagt: hier passiert nichts Dringendes. Und dann, wenn man ein paar Stunden da ist und sich orientiert hat, fängt man an zu verstehen, was diese Insel eigentlich ist – ein Ort mit zweitausend Jahren Geschichte, einem der schönsten Meere Europas und einer Leichtigkeit, die man nicht erzwingen kann. Sie ist einfach da. Von Hannover aus ist Kos in etwas mehr als drei Stunden erreichbar. Das ist weniger als eine Nacht Schlaf.

Der Weg dorthin – Ägäis in gut drei Stunden

Kos liegt im Südosten der Ägäis, nahe der türkischen Küste – so nah, dass man von manchen Stränden aus die Lichter von Bodrum sehen kann. Die Insel ist Teil des Dodekanes, jener Inselgruppe, die zwischen Rhodos und den Kykladen liegt und die eine eigene, von Byzanz, Kreuzrittern, Osmanen und Italienern geprägte Geschichte hat, die sich in jedem Dorf, jeder Burgmauer und jedem Straßennamen spiegelt.

Die Luftlinie von Hannover nach Kos beträgt rund 2.300 Kilometer. Die reine Flugzeit liegt bei etwa drei Stunden und 20 bis 40 Minuten. Man landet auf dem Flughafen Kos – Hippokrates, der nach dem berühmtesten Sohn der Insel benannt ist – dem Arzt, der vor 2.400 Jahren die westliche Medizin begründet hat und dessen Name bis heute in jedem Krankenhaus der Welt mitschwingt. Der Flughafen liegt im Südwesten der Insel, und die Fahrt in die Inselhauptstadt dauert etwa 25 bis 30 Minuten.

Die Zeitverschiebung nach Kos beträgt eine Stunde – Griechenland liegt in der osteuropäischen Zeitzone, eine Stunde vor Deutschland. Man kommt an, stellt die Uhr vor und hat sofort das Gefühl, den Tag ein bisschen großzügiger geplant zu haben.

Kos-Stadt – wo Antike auf Hafen trifft

Die Hauptstadt der Insel – schlicht Kos-Stadt genannt – ist klein genug, um sie zu Fuß zu erkunden, und gleichzeitig groß genug, um immer wieder etwas Neues zu entdecken. Was die Stadt von anderen griechischen Inselhauptstädten unterscheidet, ist ihre archäologische Dichte. Wer durch die Gassen des Zentrums läuft, läuft buchstäblich über und an der Antike entlang.

Das Archäologische Museum am zentralen Eleftherias-Platz gehört zu den besten seiner Art auf den griechischen Inseln. Wenige Schritte entfernt liegt die Casa Romana – eine rekonstruierte römische Villa aus dem dritten Jahrhundert nach Christus mit erhaltenen Mosaiken und Fresken, die einen Eindruck davon geben, wie wohlhabende Stadtbewohner hier einmal lebten. Und direkt neben dem zentralen Marktplatz beginnt das Western Excavation Site – ein offenes Ausgrabungsfeld, das sich durch die Stadt zieht und in dem Tempel, Säulen, Thermen und Straßen aus zwei Jahrtausenden einfach da liegen, zwischen Cafés und Souvenirläden, ungezäunt und zugänglich. Man trinkt seinen Kaffee mit Blick auf eine dorische Säule. Das ist Kos.

Der Hafen selbst ist das Herz des Alltagslebens. Die venezianische Burg der Johanniter – das Castello – erhebt sich direkt am Wasser, flankiert von Palmen und Fischerbooten, und der Spaziergang entlang der Hafenpromenade bei Sonnenuntergang ist genau das, was er sein soll: eine der einfachsten und schönsten Erfahrungen, die eine Insel zu bieten hat.

Der Hippokrates-Baum und das Asklepieion

Wer in Kos ist und nicht zum Asklepieion fährt, lässt den bedeutendsten Ort der Insel aus. Das Asklepieion – ein antikes Heiligtum und Heilzentrum, dem Gott Asklepios geweiht – liegt auf einem Hügel etwa vier Kilometer südwestlich der Stadt und war in der Antike eine der wichtigsten medizinischen Einrichtungen der Welt. Hippokrates soll hier gelehrt haben. Was man heute noch sieht, sind Tempel, Terrassen und Säulengänge, die sich den Hügel hinaufziehen – und von der obersten Ebene aus blickt man über die ganze Insel bis zur türkischen Küste.

In der Innenstadt steht der sogenannte Hippokrates-Baum – eine riesige orientalische Platane, deren Stamm mehrere Meter Umfang hat und deren Äste von Metallstützen gehalten werden. Die Überlieferung sagt, dass Hippokrates selbst unter diesem Baum unterrichtet habe. Die Botanik sagt, dass der Baum nicht älter als fünfhundert Jahre sein kann. Beides ist wahr, und keines davon macht den Baum weniger beeindruckend.

Die Strände – von sanft bis spektakulär

Kos ist eine Insel, die nicht einen Strand hat, sondern viele – und jeder hat einen anderen Charakter. Tigaki im Norden, flach und mit feinem Sand, ist ideal für Familien und Windsurfer gleichermaßen. Mastichari weiter westlich ist ruhiger und lokaler. Kardamena im Süden ist das, was man als lebhaften Ferienort kennt – laut, bunt, und wenn man das sucht, genau richtig.

Die schönsten Strände der Insel liegen im Südwesten: Agios Stefanos mit den Resten einer frühchristlichen Basilika direkt am Wasser und dem Blick auf die Insel Nisyros vor der Küste. Und Kefalos Bay, eine ausgedehnte Bucht mit hellgelbem Sand und einem Meer in Farben, die man eher auf Postkarten vermutet als in der Wirklichkeit.

Ein Ausflug zur Insel Nisyros

Von Kos aus fährt regelmäßig eine Fähre zur kleinen Nachbarinsel Nisyros – und dieser Ausflug ist einer der unvergesslichsten, den man von der Insel aus unternehmen kann. Nisyros ist ein lebender Vulkan. Der Krater – der Stefanos-Krater – liegt in der Mitte der Insel, und man steigt hinab auf den Kraterboden, atmet schwefelhaltige Luft ein und steht auf einer Gesteinsschicht, die heiß ist unter den Sohlen. Das ist kein Museum. Das ist die Erde in Arbeit.

Das Dorf Mandraki auf Nisyros, mit seinen weißen Häusern, schwarzen Vulkansteinwegen und dem Kloster auf dem Fels darüber, ist außerdem einer der hübschesten Orte des gesamten Dodekanes. Ein Tag reicht, um beides zu sehen. Und man kommt abends zurück nach Kos und hat das Gefühl, zwei Inseln gewonnen zu haben.

Was man essen sollte

Die Küche von Kos ist griechisch mit lokalen Eigenheiten, und sie ist am besten dort, wo man nicht geführt wird, sondern selbst sucht. Frischer Tintenfisch vom Grill, auf dem Hafen aufgefädelt und in der Abendsonne getrocknet – das ist ein Anblick und ein Geschmack, der zusammengehört. Spanakopita und Tiropita, die Blätterteigpasteten mit Spinat und Feta, sind das unkomplizierteste und befriedigendste Mittagessen. Und Loukoumades – kleine Honigkrapfen, die frisch aus dem Öl kommen –, die man am besten an einem der kleinen Stände in der Altstadt kauft und sofort isst, während man weiterläuft.

Der Kaffee – griechischer Frappé oder kleiner, starker Ellinikos – wird langsam getrunken. Das gehört dazu.

Wann nach Kos?

Mai und Juni sind die Monate, in denen Kos am ausgeglichensten ist: Das Meer hat seine Badetemperatur noch nicht ganz erreicht, aber die Sonne macht das wett, die Insel ist noch nicht überfüllt, und das Licht ist weich und lang. September und Oktober sind der ruhigere Gegenpol zum Sommer – das Wasser ist auf seinem Höchststand, die Strände leeren sich, und die Abende haben eine Wärme, die einen vergessen lässt, dass es eigentlich schon Herbst ist.

Der Hochsommer ist heiß, laut und voll – und trotzdem hat Kos genug von sich, um auch dann noch das zu sein, was es ist: eine Insel, die einem Zeit zurückgibt.

Dreieinhalb Stunden ab Hannover. Eine Stunde gewonnen. Und am anderen Ende: eine Insel, die Medizingeschichte geschrieben hat, und ein Meer, das einem jedes Mal das Gleiche verspricht – und es hält.

Flieg hin. Am besten im Juni, wenn der Jasmin blüht und der Hafen noch atmet. 🏛️🌊🌺

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